Anschluss an das öffentliche Netz

Etwa Mitte 2012 überstieg der Strombezugspreis in Haushalten die kontinuierlich sinkende Einspeisevergütung für Solarstrom.
Die bis dahin übliche Volleinspeisung wurde bei Neuanlagen oft durch die Überschusseinspeisung abgelöst, bei der der Solarstrom - soweit möglich - direkt in den Eigenverbrauch fließt. Was nicht selbst verbraucht werden kann, fließt als Überschuss in das öffentliche Netz.
Es müssen daher zwei Varianten des Netzanschlusses unterschieden werden.

Bei Volleinspeisung (Verkauf des gesamten produzierten Solarstroms) gilt:

Über einen zusätzlichen und separaten Einspeisezähler wird der erzeugte Solarstrom vollständig ins öffentliche Netz eingespeist. Der zuständige Netzbetreiber vergütet die Energiemenge zum bundesweit einheitlichen Tarif nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).

Der Strombezug in Ihrem Haus läuft wie gewohnt über den/die bereits vorhandenen Bezugszähler.

Für den zusätzlichen Einspeisezähler muss ein eigenes Zählerfeld bereitstehen oder geschaffen werden.

Auch wenn der produzierte Solarstrom vollständig verkauft wird, fließt er physikalisch über die Bezugszähler in den Stromverbrauch im Gebäude oder wird - wenn mehr produziert wird als verbraucht - an die Nachbarschaft geliefert. Für diese Verteilung ist aber der Netzbetreiber zuständig, mit der Zahlung der Einspeisevergütung ist der Strom quasi weg.

Bei Überschusseinspeisung, auch Eigenverbrauchsvorrang genannt, gilt:

Der Anschluss des Wechselrichters erfolgt in der privaten Stromkreisverteilung, in der auch alle Geräte im Haus angeschlossen sind.
Nur der überschüssige Strom fließt über den Bezugszähler zurück in das öffentliche Netz. Zur Messung dieses Anteils muss der vorhandene Bezugszähler gegen einen Zähler getauscht werden, der beide Stromrichtungen getrennt messen kann (Zweirichtungszähler). Kann der Solarstrom den momentanen Verbrauch nicht decken (z.B. nachts oder bei schlechtem Wetter), fließt der Rest automatisch aus dem öffentlichen Netz zu.
Wie bei der Volleinspeisung vergütet der Netzbetreiber diesen Strom nach den Tarifen des EEG. Der selbst verbrauchte Solarstrom reduziert den Strombezug und damit die Stromkosten entsprechend. Die Einnahmen aus der Photovoltaik-Anlage setzen sich also aus der Vergütung für den Überschuss und der Ersparnis beim Strombezug zusammen.
Je mehr selbst verbraucht werden kann oder je höher der Bezugstarif steigt, desto mehr rentiert sich die Photovoltaik-Anlage

Generell gilt:

Am Strombezugstarif ändert sich nichts. Ebenso sind Sie in der Wahl Ihres Stromlieferanten weiterhin vollkommen frei.

Sie erhalten die Einspeisevergütung in Form von regelmäßigen Abschlagszahlungen (meistens monatlich). Zum Jahreswechsel wird eine Schlussabrechnung erstellt und Über-/Unterzahlungen ausgeglichen.

Obwohl nach §4 des EEG der Netzbetreiber die Zahlung der Vergütung nicht vom Abschluss eines Vertrags abhängig machen darf (sog. gesetzliches Schuldverhältnis), wird nach der Inbetriebnahme dennoch meistens ein Einspeisevertrag vorgelegt. Sie sollten vor der Unterschrift bedenken, dass dann der Vertragsinhalt gilt, selbst wenn er Sie schlechter stellt als das EEG!

ENERGOSSA hat die Konzession, am öffentlichen Netz zu arbeiten, d.h. auch der elektrische Anschluss der Solarstromanlage und die Anmeldung beim Stromnetzbetreiber dürfen wir für Sie übernehmen.

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